Mall & Wal
Heute Morgen regnet es in Strömen aus verhangenem Himmel. Nicht gerade perfektes Wetter für unseren heutigen Plan: Wale bebachten! Nach einem feinen Frühstück mit Suzanne brechen wir auf nach Metrotown; es handelt sich um ein Hochhausviertel mit einer grossen Einkaufs-Mall; perfekt bei diesem Wetter (findet Simone)! In der Mall laden wir Marco beim Coiffeur ab und Simone kann in Ruhe ein bisschen einkaufen (gut, in einer halben Stunde schauen dabei gerade mal eine Flasche Wasser und ein Dankeskärtchen für Bert und Suzanne raus, nicht gerade effizient, aber es ist auch alles soo weitläufig!).
Mit dem frisch frisierten Marco gehts dann noch etwas weiter durch die verwinkelten Gänge der Mall, aber eigentlich schnappen wir uns nur noch ein Mittagessen in der FoodCourt-Ecke und schlendern dann zurück zum Auto. Immerhin hat Simone die empfohlene beste FastFood-Kette von Kanada probiert, ein TeenBurger von A&W. Die Pommes sind super und im Burger ist frisches Gemüse drin, wirklich noch gut.
Zurück beim Auto (wir haben es auf Anhieb gefunden!) fahren wir wieder nach Grandville Island und checken dort zusammen mit hundert anderen zum Whale Watching ein. Es hat aufgehört zu regnen und das Wetter ist gar nicht schlecht für unser Vorhaben! Unser schnittiger Katamaran hat ein ziemliches Tempo drauf und so sind wir rasch draussen auf dem Meer.
Wir sind froh um unsere Winterausrüstung!
Als erstes treffen wir eine Gruppe Orcas an, sie schwimmen ganz anmutig in ihrer Gruppe dahin und wir können sie bestaunen. Unsere Guides auf dem Boot wissen viele spannende Dinge zu erzählen über all die Tiere, sie kennen alle Orcas einzeln bei Namen oder Nummer, denn alle sind katalogisiert.
Ein bisschen neidisch sind wir auf zwei ganz kleine Walbeobachtungsboote, die nur ca. 10 Personen dabei haben und inmitten der Orcas herumdümpeln, wir müssen mit unserem Riesenschiff 200m Abstand halten. Fürs nächste Mal wissen wir, wie wir das Erlebnis noch toppen können! Doch wir haben Glück, plötzlich tauchen die Orcas direkt neben uns auf. Die Abstandsregel gilt wohl nicht, wenn sie von den Tieren misachtet wird!
Dann fahren wir weiter und begleiten lange einen weiblichen Buckelwal mit ihrem Kalb. Sie blasen lustige Wasserfontänen in die Luft und zeigen ihre Schwanzflosse, bevor sie für 10 Minuten untertauchen und dann irgendwo weiter weg wieder Fontänen pusten.
Auf dem Rückweg fahren wir noch an einer Robbenversammlung und einem szenischen Leuchtturm vorbei. Es ist ein wunderschönes Erlebnis!
Zurück an Land haben wir noch etwas Zeit, bevor es dunkel wird. Marcos Vietnamesische Coiffeuse hat sehr von Vancouvers ChinaTown geschwärmt und wir beschliessen, nach Richmond zu fahren und uns das anzuschauen. Wir sehen ein paar mit chinesischen Zeichen angeschriebene Läden an der Strasse, aber so richtig eindrücklich ist es nicht; vielleicht sind wir nicht an der richtigen Strasse durchgekommen. Aber wir finden eine weitere Mall mit ziemlich demselben FoodCourt wie am Mittag und suchen uns hier etwas zum Znacht aus. Nach einer ca. 40-minütigen Autofahrt sind wir zurück in Coquitlam und laden müde unser Auto aus; da sieht Simone plötzlich auf der anderen Strassenseite einen Schwarzbären durch den Garten trotten. Wir packen schnell alles und eilen ins Haus, aber der süsse Bär hat nicht mal Notiz von uns genommen und ist schon lange im Dickicht verschwunden. Danach sitzt Marco noch sicher eine halbe Stunde am Fenster und starrt in die Nacht hinaus; es fuxt ihn, dass wir kein Bild haben vom Bären :)