Heilige Monika
Nach einer turbulenten Nacht mit vielen Windböen straht uns am Morgen die Sonne entgegen und wir begutachten unseren kleinen Privatstrand gleich vor dem Wohnmobil; heute wird draussen gefrühstückt! Gleich neben unserem Picknicktisch brausen die Wellen an den Strand und wir geniessen diesen tollen Moment!
Dann räumen wir alles zusammen und fahren vom Campingplatz, hinein in den Ballungsraum Los Angeles. Die Grossstadt ist riesig und wir werden den ganzen Tag ihren Ausläufern entlang fahren. Unser erstes Ziel ist Santa Monica. Hier kommen wir nach ca. einer Stunde Fahrt und einem kurzen Tankzwischenhalt etwa um zwölf Uhr an und finden einen RV-Parkplatz für den Nachmittag. Zuerst gibts ein paar Resten zum Zmittag, dann streichen wir uns Sonnencreme ins Gesicht und schliesslich gehts los an die Strandpromenade.
Auf dem Pier hat es einen kleinen Vergnügungspark mit Achterbahnen für die Kinder.
Wir folgen dem Fussgängerstrom in die Innenstadt und lassen uns etwas treiben. Hier haben sie bereits die Weihnachtsdeko aufgebaut! Simone freuts, Marco schüttelt nur den Kopf. Aber zugegeben, zu Hause im kalten Nebel würde sie viel besser hinpassen als hier unter den Palmen…
Dann zieht es uns weiter dem Strand entlang nach Venice Beach. Sobald wir die Stadtgrenze von Santa Monica nach Venice Beach überschreiten, kann Simone dem Ausflug aber gar nichts mehr abgewinnen; es stinkt überall nach Kannabis, an jeder Ecke wird einem Handlesen oder Tarot-Karten-Legen angeboten, hie und da kann man magic mushrooms kaufen und dann hat es noch ein paar Kleiderläden, die nur die Unterkörper von Schaufensterpuppen ausgestellt haben und dort stolz irgendwelche Unterhosen mit unlustigen Kommentaren drauf präsentieren. Da muss sie aber durch, denn Marco muss unbedingt im Zentrum von Venice Beach noch ein Foto schiessen. Und hier sind sie, seine Trophäen, für die wir weite Kilometer an schaurigen Ständen vorbei und durch stinkende Zonen marschiert sind:
Wir drehen um und müssen alles wieder retour, aber beim Camper gibts zur Belohnung einen super feinen Schokomuffin, der für die ganzen Strapazen kompensiert. Wir stellen das Navi für die Weiterfahrt ein und stellen ernüchtert fest, dass wir uns jetzt wohl in den Stau stellen. Der Spruch, der im Reiseführer steht, bewahrheitet sich: Man sollte nur vor sieben Uhr morgens oder nach neun Uhr abends durch Los Angeles hindurchfahren, ansonsten erwischt man üble Staus. Zum Glück haben wir keinen Zeitdruck…
Wir fahren also anstatt in zwanzig Minuten in einer Stunde und 15 Minuten zum Hauptsitz von SpaceX, wo wir kurz aussteigen, damit Marco ein Bild mit dem Raketenbooster vor dem Haupteingang machen kann.
Und dann gehts noch weiter über stockende sechsspurige Autobahnen bis nach Encinitas etwas nördlich von San Diego, wo wir einen schönen Campingplatz direkt am Strand gebucht haben. Hier gibts eine Kürbissuppe und dann ist Schlafenszeit!