Widmers unterwegs

Montag, 11. November 2024

Downtown Hollywood

Wir erwachen nach einer ungestörten Nacht auf unserer Raststätte. Nach Dusche und Frühstück fahren wir los. Es geht zurück nach Los Angeles, von dort startet am Mittwochabend unser Flug. Unser Navi zeigt für die Strecke ohne Stau 1.5 Stunden an, wir rechnen also mit einem Morgen auf der Autobahn. Praktisch, um das letzte Hörbuch fertig zu hören und die vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen. Unsere Route führt uns dieses Mal nicht der Küste entlang, sondern ins Landesinnere. Um Hollywood herum machen wir schliesslich einen Zwischenstop und parkieren unser Ungetüm in einem Wohnquartier seitwärts am Strassenrand. Dabei bleibt die Strassenlaterne ganz knapp stehen… Hier wärmen wir unsere Resten Sugo und Pasta, dann machen wir uns zu Fuss auf den Weg den Hügel hinauf bis zum Griffith Observatory. Dabei führt uns das Navi ungefähr über den einzigen Waldpfad, den es in dieser Grossstadt geben kann, der Aufstieg erinnert uns an einen ähnlichen in Salt Lake City.

Oben angekommen treffen wir auch wieder auf all die anderen Touristen, die mit dem Auto hochgefahren sind. Das haben wir uns ursprünglich auch überlegt, aber auf allen Zufahrtsstrassen hat es Verbotsschilder für Trucks über drei Tonnen (wir wiegen fünf Tonnen). Wir konnten uns zwar nicht einigen, ob unser Camper nun als Truck oder als Auto durchgeht, aber haben um des Spaziergangs willen schlussendlich unten parkiert.

Oben beim Observatorium geniessen wir die schöne Aussicht auf LA Downtown und staunen, wie weit sich diese Stadt in der Ferne erstreckt. Wir sehen bis zum Meer, wo wir vor ein paar Tagen in Santa Monica unterwegs waren.

Auf der anderen Seite sind die berühmten Buchstaben zu sehen.

Auf dem Weg nach unten machen wir einen gehörigen Umweg und statten dem Walk of Fame einen Besuch ab. Den haben wir uns aber irgendwie viel spektakulärer vorgestellt. Wir sind ernüchtert, wie wenige der unzählbaren Namen wir kennen. Schliesslich geben wir uns damit zufrieden, den Queen-Stern gefunden zu haben (es geht um die Band, nicht die Monarchin).

Wir nehmen den nächsten Bus, der uns wieder in die Nähe unseres Campers bringt und geniessen dort einen Doughnut, bevor wir uns tapfer noch einmal in den Stau stellen, um zum gebuchten Campingplatz zu kommen. Beim ersten Versuch fahren wir an dessen Einfahrt vorbei, so schmal und versteckt ist sie. Wir drehen eine Runde um den Block und beim zweiten Mal klappts. Auf dem Campinglatz geht es etwa gleich eng weiter; der überaus zuvorkommende Camphost begleitet uns mit seinem Golfwägeli zum Stellplatz und weist uns in den engen Parkplatz ein. Wir sind heilfroh, denn an allen hier parkierten Autos vorbei hätten wir im Dunkeln keine Chance gehabt! Wie wir am Mittwoch wieder heil rauskommen, überlegen wir lieber nicht heute, aber dass wir den Camper morgen hier stehen lassen, ist somit auch klar.

Wir kochen unsere restlichen Kartoffeln zum Znacht und dann gehts (leider) an die erste Einpackrunde. Wir verstauen die ganze schmutzige Wäsche in einem Koffer und sortieren all unsere Habseligkeiten grob vor, damit wir morgen Abend dann etwas schneller sind. Wir trauern dabei unserer schönen Zeit hier nach und können es nicht ganz glauben, dass sie sich nun wirklich dem Ende zuneigt.